Deutschland erhält drittes schwimmendes LNG-Terminal

Die Hoegh Gannet Floating Storage and Regasification Unit (FSRU) ist im Brunsbütteler Elbehafen bei Hamburg eingetroffen.

Es ermöglicht LNG-Tankern zu landen und ihre Ladungen wieder zu vergasen und in das Netz des Landes einzuspeisen.

„Schwimmende LNG-Terminals ermöglichen den Import von Gas und erhöhen damit die Versorgungssicherheit Deutschlands“, sagt Markus Krebber, Geschäftsführer von RWE, der das Projekt geleitet hat.

„Die starke Energieabhängigkeit unseres Landes von der russischen Gaspipeline wird mit dem Einsatz der Spezialschiffe beendet.“

Die erste LNG-Lieferung von Abu Dhabi National Oil, die bei der FSRU ankommen soll, wird voraussichtlich Ende Januar eintreffen, sagte RWE in einer Erklärung.

In den letzten Wochen sind FSRUs in Wilhelmshaven und Lubmin eingetroffen, wodurch die deutsche LNG-Importkapazität laut Wirtschaftsminister Robert Habeck auf 14 Milliarden Kubikmeter gestiegen ist.

„Wir müssen noch nachlegen“, sagte er bei einer Veranstaltung in Brunsbüttel.

Die Gaspipeline Nord Stream 1, die Russland im August geschlossen hat, hatte eine Jahreskapazität von 55 Milliarden m3.

Es wird erwartet, dass drei weitere FSRUs für die Wintersaison 2023/24 vorhanden sein werden, die sich konzentriert hat, nachdem milde Temperaturen und hohe Gasspeicherniveaus die Versorgungsprobleme in diesem Winter bisher gemildert haben.

„Für den Winter 2023/2024 müssen wir die Speicher im Sommer nachfüllen. Ohne Flüssiggas und zusätzliche Importe geht das nicht“, sagte Klaus Müller, Vorsitzender der Deutschen Netzregulierungsbehörde.

„Schließlich müssen wir auch auf den Fall vorbereitet sein, dass ein Terminal oder eine Pipeline ausfällt“, sagte er.

(Berichterstattung von Fabian Bimmer und Christian Kraemer; Schreiben von Christoph Steitz; Redaktion von Matthias Williams und Jason Neely)

Rüdiger Ebner

„Internet-Fanatiker. Böser Organisator. Fernseh-Fanatiker. Entdecker. Hipster-freundlicher Social-Media-Junkie. Zertifizierter Food-Experte.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert