Deutschland führt neues „Opportunity Card“-Visumsystem für ausländische Fachkräfte ein

Um der wachsenden Nachfrage nach Fachkräften in Schlüsselbranchen wie Ingenieurwesen, Informationstechnologie (IT) und Gesundheitswesen gerecht zu werden, hat Deutschland seine Visabestimmungen für Fachkräfte erheblich geändert.

Das Land, das einen jährlichen Bedarf an rund 400.000 Fachkräften hat, um die Arbeitskräftelücke in Spezialbereichen zu schließen, hat laut chancenkarte.com eine neue Initiative namens „Opportunity Map“ gestartet.

Ab dem 1. Juni 2024 ermöglicht das Opportunity Card-Programm Nicht-EU-Bürgern, für ein Jahr nach Deutschland zu ziehen, um dort Beschäftigungsmöglichkeiten zu erkunden.

Der Schritt sei Teil einer Gesamtstrategie zur Bewältigung des Fachkräftemangels im Ingenieurwesen, in der IT und im Gesundheitswesen, berichtete der Business Standard.

Zulassungskriterien für die Opportunity-Karte:

– Um Anspruch auf die Opportunity Card zu haben, müssen Bewerber eine mindestens zweijährige Berufsausbildung abgeschlossen haben oder über einen einschlägigen Hochschulabschluss aus ihrem Heimatland verfügen.

– Fließende Deutsch- oder Englischkenntnisse sind Voraussetzung.

– Darüber hinaus müssen die Bewerber ausreichende finanzielle Mittel, einschließlich Einkünfte aus Teilzeitbeschäftigung, für den Lebensunterhalt in Deutschland für ein Jahr in Höhe von mehr als 12.000 Euro nachweisen.

Erhöhte Flexibilität für Fachkräfte:
– Ab sofort wurde die Aufenthaltserlaubnis für Erstkäufer auf 24 Monate verlängert. Bisher wurde es für die Durchführung von Anpassungsmaßnahmen für 18 Monate gewährt.

– Diese Erlaubnis kann um weitere 12 Monate verlängert werden, mit einer maximalen Aufenthaltsdauer von drei Jahren.

Darüber hinaus wurde die Vergütung für Nebentätigkeiten während des Qualifizierungsprozesses von 10 auf 20 Stunden pro Woche erhöht und so der Zugang zukünftiger qualifizierter Arbeitskräfte zum Arbeitsmarkt erleichtert.

Vereinfachte Anerkennung ausländischer Qualifikationen:

Deutschland hat den Prozess der Anerkennung ausländischer Qualifikationen im Rahmen des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes gestrafft und zwei neue Wege eingeführt.

– Personen, deren Qualifikationen eine Kompetenzanalyse zur Feststellung der Gleichwertigkeit erfordern, können zur Durchführung dieser Beurteilung eine Aufenthaltserlaubnis für die Dauer von höchstens sechs Monaten erhalten.

– Bewerber, die diesen Weg einschlagen möchten, müssen Deutschkenntnisse auf dem Niveau A2 oder höher (GER) nachweisen.

Gelockerte Anforderungen für Familienangehörige:

Um den Einwanderungsprozess für Familienangehörige, die Fachkräfte begleiten, zu vereinfachen, hat Deutschland die Verpflichtung abgeschafft, dass Ehepartner oder minderjährige Kinder beim Umzug zu qualifizierten Fachkräften im Land einen Nachweis über ausreichend Wohnraum vorlegen müssen. Ziel dieser Änderung ist es, Familien, die mit Fachkräften nach Deutschland ziehen, einen reibungsloseren Übergang zu ermöglichen.

Willi Langer

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