Deutschland übernimmt die Kontrolle über 3 russische Ölraffinerien

BERLIN (AP) – Deutschland übernimmt die Kontrolle über drei russische Raffinerien im Land, um die Energiesicherheit zu gewährleisten, bevor nächstes Jahr ein russisches Ölembargo in Kraft tritt, sagten Beamte am Freitag.

Zwei Tochtergesellschaften des russischen Ölgiganten Rosneft – die Rosneft Deutschland GmbH und die RN Refining & Marketing GmbH – werden unter die Verwaltung der Bundesnetzagentur gestellt, teilte das Wirtschaftsministerium in einer Erklärung mit.

Demnach wird die Agentur auch die Anteile der Unternehmen an den Raffinerien PCK Schwedt, MiRo und Bayernoil in Ost- und Süddeutschland kontrollieren.

„Das ist eine weitreichende energiepolitische Entscheidung zum Schutz unseres Landes“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz. „Wir wissen schon lange, dass Russland kein verlässlicher Energielieferant mehr ist.“

„Mit der heutigen Entscheidung stellen wir sicher, dass auch Deutschland mittel- und langfristig mit Öl versorgt wird“, sagte Scholz. „Das gilt insbesondere für die Raffinerie Schwedt.“

Die Anlage beliefert weite Teile Nordostdeutschlands, einschließlich Berlin, mit Mineralölprodukten.

Rosneft macht etwa 12% der deutschen Ölraffineriekapazität aus und importiert jeden Monat Öl im Wert von mehreren hundert Millionen Euro (Dollar), sagte das Ministerium.

Er sagte, der Umzug würde dazu beitragen, die Kontinuität der Energieversorgung sicherzustellen, und sollte ursprünglich sechs Monate dauern.

Rosneft hatte zuvor deutlich gemacht, dass es trotz des drohenden Inkrafttretens eines EU-Embargos am 1.

Scholz sagte, ein Hilfspaket in Höhe von einer Milliarde Euro (Dollar) würde Arbeitsplätze für rund 1.200 Menschen sichern, die derzeit in der PCK-Raffinerie in Schwedt arbeiten, und ihre langfristige Transformation im Rahmen des Übergangs zu einer grünen Wirtschaft unterstützen.

Wirtschaftsminister Robert Habeck sagte, die Raffinerie werde künftig Öl über eine Pipeline aus der Hafenstadt Rostock und über das benachbarte Polen beziehen, das Lieferungen abgelehnt habe, da die Gefahr bestehe, dass Rosneft davon profitiere.

Körbl Schreiber

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