Deutschland verlängert Testphase des E-Rezepts

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat am 20. Dezember der gematik, der deutschen Zentralstelle für digitale Medizin, mitgeteilt, dass die flächendeckende Umsetzung des digitalen Rezepts zunächst nicht wie geplant umgesetzt werden kann.

Die für den 1. Januar 2022 geplante Einführung des obligatorischen eRezepts, wurden gemeldet während die nationale Testphase Anfang Dezember begonnen hat, wird sie Anfang des Jahres fortgesetzt.

WAS IST DIE AUSWIRKUNG

Nach Angaben des Ministeriumsdie notwendigen technischen Systeme seien „noch nicht auf allen Ebenen vorhanden“, was bedeutet, dass Hausarztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser und Versicherer den digitalen Rezeptauftrag ab diesem Zeitpunkt nur noch erfüllen müssen, wenn sie bereits über die notwendige technische Infrastruktur verfügen.

Papierrezepte können daher laut neuem BMG-Beschluss vorerst weiter zirkulieren.

Der Hauptgrund für die Verlängerung der nationalen Erprobungsphase ist, dass es sie gibt zu wenig Erfahrung im digitalen Rezeptprozess global. In der bisherigen Pilotphase in Berlin und Brandenburg von Mitte 2021 bis Dezember wurden nur 50 Rezepte ausgestellt und abgerechnet statt wie ursprünglich geplant 1.000.

Österreich hingegen stellte nach dem Test seines eRezepts im Jahr 2021 in vier Monaten 33.000 digitale Rezepte aus.

DER GROSSE TREND

Das E-Rezept-Verfahren soll zukünftig Zeit, Aufwand und Wege für Leistungserbringer und Patienten im deutschen Gesundheitswesen einsparen. Außerdem soll die Sicherheit der medikamentösen Therapie für Patienten erhöht werden.

Nach Abschluss des bundesweiten Rollouts gilt die digitale Rezeptpflicht dann auch für alle Leistungserbringer in Deutschland: Patienten erhalten dann nach ihrem Arztgespräch einen Rezeptcode sowie eine Einnahme- und Dosierungsanleitung in der gematik-Anwendung angezeigt oder Videos. -Beratungsgespräch.

Sie können den Rezeptcode in einer Apotheke ihrer Wahl vorzeigen und einlösen oder in einer Online-Apotheke zur Lieferung einlösen.

ANMELDUNG

Hannes Neumann, Produktmanager bei der gematik GmbH, zu den technischen Hürden während des Testzeitraums: „Der Marktanteil der von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zertifizierten Praxisverwaltungssysteme liegt mittlerweile bei über 90 %. Die Zertifizierung ist Voraussetzung für die nationale Einführung des E-Rezepts.

Er fügte hinzu: „Allerdings haben nicht alle Hersteller die Zertifizierung rechtzeitig erhalten, um im Oktober und November mit den Tests beginnen zu können. Andere Hersteller haben mit ihren Einrichtungen in Berlin/Brandenburg keine medizinischen Einrichtungen und haben eine Ausweitung auf andere Regionen beantragt. Die Teilnahme von Krankenhäusern setzt zudem die Installation entsprechender Updates durch die Hersteller ihrer Systeme voraus. Einige Krankenhäuser sind derzeit unterwegs.

Neumann sieht großes Potenzial im digitalen Rezeptprozess: „Das E-Rezept erspart Patienten unnötige Wege, beispielsweise wenn die Praxis Folgerezepte direkt digital an die App übermittelt oder im Rahmen einer Fernbehandlung verordnet. Versicherte können Medikamente auch zu Hause in der Apotheke ihrer Wahl vorbestellen, abholen oder einfach liefern lassen.

Mareike Engel

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