Deutschland verspricht der Ukraine medizinische Hilfe

Deutschland werde der Ukraine bei der medizinischen Versorgung von Kriegsopfern helfen, indem es beim Bau von Traumazentren für Verwundete behilflich sei, Prothesen spende und deutsche Ärzte in das Land entsende, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach.

„Die Ukraine braucht humanitäre Hilfe genauso dringend wie unsere militärische Unterstützung“, sagte der Minister bei einem Besuch in der westukrainischen Stadt Lemberg.

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Die Hilfe würde die Lieferung von Prothesen durch Deutschland, den Einsatz von 200 Ärzten in der Ukraine, die Einrichtung von Schulungen zur Behandlung von Verbrennungen und den Anschluss einiger ukrainischer Krankenhäuser an einen telemedizinischen Dienst umfassen, hieß es in dem Bericht des Ministeriums in einer Erklärung.

Deutschlands größter Hersteller von Prothesen, Ottobock, sei bereits in Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium, um die Produktion und den Einbau von Prothesen in mobilen Containerwerkstätten zu unterstützen und Orthopädiefachkräfte direkt in der Ukraine auszubilden, sagte ein Unternehmenssprecher.

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„Ottobock hat Partner in der Ukraine und liefert dort weiter, und die Containerwerkstätten könnten eine Versorgung überall dort ermöglichen, wo das Netz durch Krieg zerstört wurde“, sagte er.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine am 24. Februar rund 290 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen registriert.

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Die Bundesregierung hat der Ukraine bisher medizinische Hilfe im Wert von rund 100 Millionen Euro (105,76 Millionen US-Dollar) zur Verfügung gestellt, und der deutsche Gesundheitssektor hat mehr als 100 Millionen Euro gespendet, fügte das Ministerium hinzu.

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Mareike Engel

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