Deutschland zieht sich nach dem Einmarsch in die Ukraine aus Nord Stream 2 zurück

Bundeskanzler Olaf Scholz sagte, das Land werde die Zertifizierung der Gaspipeline Nord Stream 2 zurückziehen, nachdem Russland die Regionen Donezk und Luhansk in der Ostukraine anerkannt und am frühen Morgen Truppen zur „Wahrung des Friedens“ eingesetzt habe.

Die noch nicht in Betrieb genommene Pipeline soll Erdgas von Russland nach Norddeutschland transportieren. Obwohl die Vereinigten Staaten und andere europäische Staaten zuvor Bedenken hinsichtlich einer zunehmenden Abhängigkeit von russischen Energiequellen geäußert haben, hat Deutschland bisher gezögert, Sanktionen zu verhängen, die sich auf das Projekt auswirken würden.

Scholz sagte heute gegenüber der Presse, dass „die Situation heute grundlegend anders ist und wir daher angesichts der jüngsten Ereignisse auch diese Situation neu bewerten müssen … im Hinblick auf Nord Stream 2 „.

„Heute habe ich das Wirtschaftsministerium gebeten, den bestehenden Bericht über die Analyse der Versorgungssicherheit zurückzuziehen“, fügte er hinzu und sagte, das Dokument sei ein entscheidender Teil des Zertifizierungsprozesses, und ohne ihn könne das Projekt nicht weitergeführt werden.

Der Schritt folgt auf die Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am heutigen Tag nach einer „sofortigen“ Aussetzung der Pipeline.

Die Nachricht von der russischen Invasion kommt nach monatelangen Spekulationen, dass eine Invasion unmittelbar bevorstehe, und obwohl Russland erklärt hat, dass die Militärpräsenz friedenserhaltenden Zwecken dienen wird, ist die Maßnahme auf Widerstand und Bedenken hinsichtlich ihrer Eskalation zu einem bewaffneten Konflikt gestoßen.

Die EU-Länder haben zusammen mit den Vereinigten Staaten erklärt, dass sie als Reaktion auf den Schritt Sanktionen gegen Russland verhängen werden, wobei sich Vertreter der EU-Länder heute treffen sollen, um die nächsten Schritte zu erörtern.

Die Erdgaspreise sind bereits nach der Unterbrechung von Nord Stream 2 in Deutschland in die Höhe geschnellt Brent nähert sich der 100-Dollar-Marke pro Barrel. Trotz der Verzögerung bleiben die Gaspipelines Nord Stream 1 und Jamal, die Russland mit dem europäischen Festland verbinden, in Betrieb, wobei Präsident Wladimir Putin zusagte, dass Russland trotz zunehmender Spannungen weiterhin Gas nach Europa liefern wird. Allerdings läuft die Jamal-Pipeline seit 10 Wochen rückwärts, was zu höheren Gaspreisen in Europa geführt hat.

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Körbl Schreiber

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