Durchbruch in der Lieferkette, da deutsche Arbeitnehmer und Seehäfen eine Einigung erzielen

Deutsche Häfen haben nach monatelangen Streiks und Unruhen in der Lieferkette einen historischen Tarifvertrag mit ihren Beschäftigten erzielt.

Im 10e Tarifrunde mit dem Zentralverband Deutscher Hafenunternehmen (ZDS) hat die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für rund 12.000 Beschäftigte in den deutschen Nordseehäfen ein Tarifergebnis erzielt, das eine deutliche Gehaltssteigerung bietet.

Deutsche Häfen leiden weiterhin unter zunehmender Überlastung aufgrund von Streiks, während sich der Rest Europas nach dem Russland-Ukraine-Streit, der Anfang dieses Jahres begann, stabilisiert.

„Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Unser wichtigstes Ziel war ein echter Inflationsausgleich, damit die Mitarbeiter nicht allein mit den Folgen der Preiserhöhungen konfrontiert sind. Das haben wir erreicht“, sagte Maya Schwiegershausen-Güth, ver.di-Verhandlungsführerin.

„Ohne den außerordentlichen Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen, die ihre Ziele mit Warnstreiks und Demonstrationen verteidigt haben, wäre dies nicht möglich gewesen.“

Der Wurm. di Bundestarifkommission hat bereits eine Beschlussempfehlung zum Tarifergebnis ausgesprochen.

Die Gewerkschaft wird nun einen Diskussionsprozess mit den Mitgliedern in den Betrieben über das Ergebnis der Tarifverhandlungen einleiten.

Am 5. September 2022 wird die Bundestarifkommission ver.di dann endgültig über das Ergebnis der Tarifverhandlungen entscheiden.

Ab dem 1. Juli 2022 steigen die Löhne in Vollcontainerbetrieben der Ecklohngruppe 6 (einschließlich der Sonderzahlung) um 9,4 %; in konventionellen Hafen- und Stückgutunternehmen steigen sie in derselben Bezugslohngruppe um 7,9 Prozent (inklusive Sonderzahlung).

Ab dem 1. Juni 2023 steigen die Gebühren um weitere 4,4 %.

Ist die Preissteigerungsrate höher, greift eine Inflationsklausel, die eine Preissteigerungsrate von bis zu 5,5 Prozent kompensiert.

Für den Fall einer höheren Inflationsrate haben sich die Verhandlungsparteien auf eine Verhandlungspflicht inklusive Sonderkündigungsrecht geeinigt.

Unterdessen ist im britischen Hafen von Felixstowe ein Großstreik im Gange. Die anhaltende Krise im Hafen könnte monatelang andauern und die Arbeiter drohen, bis Weihnachten zu streiken.

Der achttägige Lohnstreik von mehr als 1.900 Beschäftigten begann am 21. August im Hafen von East Anglian, dem größten Container-Gateway Großbritanniens, das mehr als 4 Millionen TEU pro Jahr umschlägt.

Körbl Schreiber

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