German Scholz lehnt die Verwendung von „Apartheid“ zur Beschreibung Israels ab | Nachrichten | DW

Bundeskanzler Olaf Scholz widersprach Äußerungen des Palästinenserführers Mahmud Abbas nach Gesprächen in Berlin am Dienstag.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz beschrieb Abbas, wie die Palästinenser von der israelischen Regierung als „Apartheid“ behandelt würden, und veranlasste Scholz, sich sofort von den Äußerungen zu distanzieren.

„Wenn es um die israelische Politik geht, haben wir natürlich eine andere Einschätzung. Ich möchte klarstellen, dass ich das Wort ‚Apartheid‘ nicht verwenden werde, und ich denke, es ist nicht fair, diesen Begriff zu verwenden, um die Situation zu beschreiben. “, sagte Scholz. sagte.

Obwohl Deutschland in der Vergangenheit seine Unterstützung für einen möglichen palästinensischen Staat im Rahmen der sogenannten Zwei-Staaten-Lösung zum Ausdruck gebracht hat, sagte Scholz gegenüber Reportern, dass jetzt „nicht die Zeit ist, die Situation zu ändern“, das heißt, dass Berlin Palästina offiziell als anerkennt ein unabhängiger Staat. Land.

Scholz weist „Holocaust“-Kommentar zurück

Scholz schien auch sauer zu sein, als Abbas das Wort „Holocaust“ verwendete, um die Tötung von Zivilisten, die Einschränkung der palästinensischen Rechte und die israelische Kolonisierung palästinensischer Länder zu beschreiben, wobei letztere von den Vereinigten Staaten, Deutschland und vielen anderen Ländern als Verletzung des Völkerrechts angesehen wurde.

DW-Politkorrespondentin Nina Haase sagte: „Als Präsident Abbas das Wort ‚Holocaust‘ für Aktionen der israelischen Regierung benutzte, schien es, als wollte Scholz antworten, aber er tat es nicht, und dann war die Presse vorbei.“

„[Scholz] sah hier nicht gut aus. Unklar ist aber auch, ob Abbas seiner Sache einen Gefallen getan hat, als er die deutsche Bundeskanzlerin auf diese Weise wissentlich provozierte“, sagte Haase. „Das könnte Auswirkungen auf die Bereitschaft von Scholz haben, Mahmud Abbas nachdrücklich zu unterstützen.“

Scholz wies den Holocaust-Vorwurf von Abbas später in einem Kommentar gegenüber der Deutschen Zeitung zurück Bild. „Gerade für uns Deutsche ist jede Relativierung des Holocaust unerträglich und inakzeptabel“, sagte er. Der Vergleich der Situation in Israel mit dem Umgang Deutschlands mit den Juden während des Holocaust wird als Relativierung gewertet.

Abbas nutzte die Pressekonferenz auch, um US-Präsident Joe Biden und die Vereinten Nationen dafür zu kritisieren, was er als mangelndes Handeln für einen palästinensischen Staat ansah, als er behauptete, ihn zu unterstützen.

es/dj (Reuters, dpa)

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Ebert Maier

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