Gute Bewertung: Nicht ganz gut genug, um das Herz zu durchbohren | Theater | Entertainment

Wir wissen also, dass sich Professor Halder auf einem rutschigen Abhang befindet. Taylors Stück bringt das Zitat „Das Einzige, was für den Triumph des Bösen notwendig ist, ist, dass gute Männer nichts tun“ in drei Dimensionen.

Regisseur Dominic Cooke destilliert seine Produktion mit nur drei Schauspielern – Elliot Levey und Sharon Small haben die Aufgabe, jeweils mehrere Rollen zu spielen, oft mit schnellen Verschiebungen in Bezug auf Betonung und Einstellung.

Das Set ist ein bunkerartiger Keller, der das Stück vom Naturalismus zum abstrakten Expressionismus drängt.

Doch Cookes Versuch, das Argument zu verallgemeinern, neutralisiert irgendwie den Schockwert. Tennants Gras und Halders Bedürfnisse sind von Anfang an eindeutig schwach, und sein achtjähriger Abgleiter von Anstand zur Beteiligung an Kristallnacht und Auschwitz bietet wenige Überraschungen.

Frühere Inkarnationen von Alan Howard und Charles Dance hatten ein steileres Gefälle.

Halders Mantra, dass Hitlers antijüdische Politik eine „vorübergehende rassistische Verirrung“ sei, zeigt bewusste Leugnung, während er sich durch eine Kombination aus intellektueller Distanziertheit, moralischer Zweideutigkeit und Eitelkeit seiner Schuld entzieht.

Alle drei funktionieren wunderbar, und es gibt ein paar visuelle Überraschungen, die einen erheblichen Einfluss haben. Das Sounddesign, die Regie und das sparsame Casting deuten darauf hin, dass es in Halders Kopf spielt, während er seinen Abstieg von der Menschheit zum Horror in einer Art Jenseits nachstellt.

Nun, sicherlich. Aber nicht gut genug, um das Herz zu durchbohren.

  • Gutschein im Harold Pinter Theatre bis 24. Dezember Tickets: 0844 871 7622

Emilie Kunze

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