Tarifvertrag verhindert Pilotenstreik bei Lufthansa in Deutschland

BERLIN (AP) – Eine Gewerkschaft, die Lufthansa-Piloten vertritt, hat am Dienstag einen geplanten zweitägigen Streik nach einer Last-Minute-Einigung mit Deutschlands größter Fluggesellschaft in einem Lohnstreit abgesagt.

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte für Mittwoch und Donnerstag Streiks angekündigt und das Unternehmen zu einem „ernsthaften“ Angebot im Rahmen der Gehaltsgespräche aufgefordert. Es wäre der zweite Streik innerhalb einer Woche nach dem Streik der Piloten am Freitag gewesen was zur Annullierung von Hunderten von Flügen führte.

In hastig einberufenen Gesprächen am Dienstag sagte die Gewerkschaft, die beiden Seiten hätten sich im Prinzip auf „eine breite Palette monetärer und struktureller Fragen“ geeinigt, deren Einzelheiten in den kommenden Tagen erörtert würden.

Daraufhin beendete die Gewerkschaft den Streik. Lufthansa sagte im Vorfeld der Gespräche, sie müsse bis Mittag entscheiden, welche Flüge in den kommenden Tagen gestrichen werden, und ein Streik hätte „massive Folgen“ für ihren Flugplan.

Was der Deal beinhaltet, war zunächst nicht klar. Die Vereinigung Cockpit hat für ihre Mitglieder in diesem Jahr eine Erhöhung um 5,5 % und im Jahr 2023 eine inflationshemmende Erhöhung um 8,2 % gefordert. Die Piloten haben auch eine neue Gehalts- und Urlaubsstruktur gefordert.

Die Fluggesellschaft sagte, die Maßnahmen würden ihre Personalkosten um rund 40 % oder rund 900 Millionen Euro über zwei Jahre erhöhen. Stattdessen bot es eine einmalige Erhöhung von 900 Euro (Dollar), eine Erhöhung von 5 % für erfahrene Piloten und eine Erhöhung von 18 % für Berufsanfänger.

Starke Gewerkschaften sorgen traditionell für gute Bedingungen für Arbeitnehmer in Deutschland, indem sie ihre Forderungen in Arbeitskämpfen durch Streiks durchsetzen.

Ebert Maier

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