Deutschland plant, dem VNG-Gasimporteur Finanzhilfen in Höhe von 2 Milliarden Euro anzubieten

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Die Bundesregierung will den Gasimporteur Verbundnetz Gas Agbo (VNGn) mit Finanzhilfen von bis zu 2 Milliarden Euro unterstützen, um die Wintergasversorgung bei steigenden Gaspreisen zu sichern Reuters berichtet unter Berufung auf einen Handelsblatt-Bericht.

Der Schritt ist Teil des Plans der Regierung, eine Energiekrise angesichts der Angst vor Kraftstoffknappheit und steigenden Erdgaspreisen nach dem Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine abzuwehren.

Wie die meisten europäischen Länder ist Deutschland mit Energieknappheit konfrontiert, da die Lieferungen aus Russland weiter schwinden, was zu einem Anstieg der nicht-russischen Gaspreise führt.

Die Mittel werden von VNG zum Kauf von Notgas verwendet, um die rückläufigen Gasimporte aus Russland auszugleichen, heißt es in dem Bericht.

VNG gehört mehrheitlich dem deutschen Regionalversorger EnBW und hatte im März 2022 bei der staatlichen Bank KfW eine Entlastungskreditlinie beantragt. Dies ist Teil der Vorsichtsmaßnahmen von VNG zur Schließung von Margenzahlungen im Zusammenhang mit Absicherungen von Gas- und Stromverkäufen.

Die jüngste Finanzierungsentscheidung kommt Tage, nachdem der deutsche Energieversorger Uniper Bedenken über steigende Gaspreise im Land geäußert und eine mögliche staatliche Rettungsaktion in Betracht gezogen hat.

Reuters berichtete kürzlich, dass die Bundesregierung erwägt, ihr Energiegesetz zu überarbeiten, um Beteiligungen an Energieunternehmen zu kaufen, die von steigenden Gaspreisen betroffen sind.

Das berichtete Reuters im Mai VNG plant die Übertragung Euro-Zahlungen an die russische Gazprombank für russisches Gas gemäß Moskaus neuem Zahlungssystem.

Anfang dieser Woche haben VNG und das norwegische Unternehmen Equinor vereinbart, ihre bestehende Erdgaskooperation auf neue Bereiche auszudehnen, um kohlenstoffarmen Wasserstoff und Ammoniak sowie die Abscheidung, Offshore-Nutzung und Speicherung von CO₂ (CCU und CCS) einzubeziehen.

Die Unternehmen werden in Rostock an der Ostseeküste an der kohlenstoffarmen Wasserstoff- und Ammoniakproduktion arbeiten und Direktimporte aus Norwegen für den deutschen Wasserstoffmarkt ermöglichen.

Im Rahmen dieser Partnerschaft werden die Partner in der deutschen Hafenstadt eine Anlage errichten, die zwischen 8 TWh und 9 TWh kohlenstoffarmen Wasserstoff pro Jahr produzieren soll.

Ebert Maier

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