Deutschlands größter Vermieter senkt Heizkosten für Mieter, um Energie zu sparen

Der neue Hauptsitz des deutschen Immobilienunternehmens Vonovia ist am 24. April 2018 in Bochum abgebildet. REUTERS/Wolfgang Rattay

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BERLIN, 7. Juli (Reuters) – Vonovia (VNAn.DE), Deutschlands größter Wohnungsvermieter, wird die Heizung mehrerer seiner Wohnungen nachts reduzieren, da sich Europas größte Volkswirtschaft auf eine mögliche Gasknappheit aufgrund des Rückgangs der russischen Importe von fossilen Brennstoffen vorbereitet Brennstoffe.

Das Unternehmen, das in Deutschland rund 490.000 Wohnungen besitzt und die Wohnungen über verschiedene Energieanbieter beheizt, drosselt die Heizleistung zwischen 23 und 6 Uhr morgens auf 17 Grad Celsius, sagte ein Unternehmenssprecher.

Die Mieter können ihre Heizung tagsüber und abends wie gewohnt nutzen, die Warmwasserversorgung wird durch die Rationierung nicht beeinträchtigt.

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Der reduzierte Heizplan wird in den nächsten Monaten schrittweise eingeführt und bis zum Frühherbst vollständig eingeführt.

Die Maßnahme zielt darauf ab, bis zu 8 % der Heizkosten einzusparen, fügte das Unternehmen hinzu.

Mieter zahlen einen festen monatlichen Betrag für die Heizung auf der Grundlage einer jährlichen Quote. Am Ende eines jeden Jahres können Vermieter dann je nach tatsächlichem Verbrauch und Kosten zusätzliches Geld von den Mietern verlangen oder sie zahlen eine Rückerstattung.

In die Höhe schießende Heizkostenrechnungen, die die weltweiten Rallys und Engpässe aufgrund der Ukraine-Krise widerspiegeln, könnten dazu führen, dass den Mietern Anfang nächsten Jahres riesige Rechnungen ausgehändigt werden.

Vonovia, das 55 % seines Heizsystems mit Gas betreibt, weist die Mieter darauf hin, dass hohe Energiepreise auf absehbare Zeit zu erhöhten Nachzahlungen führen werden.

Vonovia-Chef Rolf Buch sagte im vergangenen Monat, er rechne mit steigenden Energiepreisen, die Mieter umgerechnet bis zu zwei Monatsmieten kosten würden. Weiterlesen

Deutschland ging letzten Monat in die zweite Phase seines dreistufigen Notgasplans, nachdem Russland die Lieferungen durch die Gaspipeline Nord Stream 1 eingestellt hatte – ein Schritt, bevor die Regierung mit der Rationierung des Verbrauchsbrennstoffs begann.

Die Regierung sagte, private Haushalte hätten im Falle eines Gasnotfalls Vorrang, forderte die Öffentlichkeit und Unternehmen jedoch auf, ihren Energieverbrauch zu senken.

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Berichterstattung von Matthias Inverardi und Riham Alkousaa Redaktion von Miranda Murray und David Evans

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Ebert Maier

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