Transgender-Fußballer in Deutschland können sich für eine Männer- oder Frauenmannschaft entscheiden | Fußball

Der deutsche Fußball widersetzt sich dem jüngsten Trend, Transgender-Frauen von Frauenwettbewerben auszuschließen, indem er Transgender-, intersexuellen und nicht-binären Spielern die Entscheidung überlässt, ob sie in Männer- oder Frauenmannschaften spielen.

Der Deutsche Fußball-Bund hat am Donnerstag Regelungen für geschlechtsnichtkonforme Spieler mit „verschiedenem“ oder „unbestimmtem“ Familienstand verabschiedet.

„Das gilt auch für Transgender-Spieler, die nun zu einem selbst bestimmten Zeitpunkt wechseln oder zunächst in der Mannschaft bleiben können, in der sie zuvor gespielt haben“, teilte der DFB mit. „Solange die sportliche Betätigung unter Medikamenteneinnahme die Gesundheit nicht beeinträchtigt, kann die Person am Spiel teilnehmen, weshalb die Neuregelung die Relevanz von Doping ausschließt.“

Die Regeln treten in der kommenden Saison in Kraft und werden in die Spielordnung des DFB für den Jugend-, Futsal- und Amateurfußball aufgenommen.

Sabine Mammitzsch, die beim DFB für den Frauen- und Frauenfußball zuständig ist, sagte, es bestehe schon länger Klärungsbedarf. „Landes- und Regionalverbände, aber auch Betroffene auf kommunaler Ebene signalisieren seit langem, dass Unsicherheiten bei der Unterbringung von transgender, intersexuellen und nicht-binären Akteuren bestehen“, sagte sie.

„Deshalb begrüßen sie die Einführung einer umfassenden nationalen Spielrechtsregelung sehr.“

Dies folgt auf das Verbot von Transgender-Frauen von World Swimming am vergangenen Sonntag und das Verbot von Transgender-Athleten von internationalen Frauenspielen durch die International Rugby League.

„Mit der Spielrechtsregelung schaffen wir weitere wichtige Voraussetzungen, um Spielerinnen und Spieler unterschiedlicher Geschlechtsidentität spielen zu lassen“, sagte DFB-Diversity-Beauftragter Thomas Hitzlsperger.

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Die Regeln werden seit 2019 vom Berliner Verband auf lokaler Ebene getestet. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies die Integrität des Wettbewerbs nicht gefährdet“, so der DFB. „Schließlich haben alle Menschen unterschiedliche körperliche Stärken und Fähigkeiten, die nur gemeinsam im Team zum Erfolg führen, unabhängig vom Geschlecht.“

Der DFB sagt, dass seine nationalen und regionalen Verbände Vertrauenspersonen ernennen werden, die geschlechtsnichtkonformen Spielern helfen, ihr Spielrecht zu erlangen, und eng mit lokalen Anti-Gewalt- und Diskriminierungsbeauftragten zusammenarbeiten, um sie zu unterstützen.

Ebert Maier

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